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Zivile Moderne – Zum Tod von Lucien Kroll

08.08.2022
Von Jochen Becker Einer der wichtigsten und zugleich maßlos unterschätzen Architekten der späten Moderne ist am 2. August im Alter von 95 Jahren gestorben. Der am 13. März 1927 geborene belgische Architekt Lucien Kroll nahm geduldig Ideen der künftigen Nutzer*innen auf und scheute sich dabei auch nicht vor kunterbunten und zugleich nachhaltigen Lösungen aus gestaffelten Dächern, frivolen Farben und urbanen Gestaltungsmustern, die Vielfalt in sich tragen. Rem Koolhaas gestand 2012 in einem Gespräch mit Kroll, dass er dessen Arbeit in den 1970er Jahren anfangs „absolut abscheulich“ fand. Aber jetzt sei er „in der Lage, seine Schönheit zu verstehen“. Krolls Atelier d’Urbanisme, d’Architecture et d’Informatique hatte zu jener Zeit mit seinem ikonisch wuchernden La Mémé-Komplex (1969–72) der Medizinischen Hochschule am Rande von Brüssel eine Landschaft studentischen Lebens geschaffen. Der Antrag kam in den 1968er Jahren von Studierenden, die – abgeschreckt durch den klotzigen Klinikneubau – massiv gegen eine hohldrehende Moderne opponierten. Und so nahm Kroll die Wünsche und Erwartungen der künftig dort Lebenden ernst und baute mit ihnen eine flexibel anpassbare Hochstapelei von Räumen,…

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