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Präzision und Freiheit – Zum Tod von Herbert Groethuysen

18.01.2021
Von Frank Seehausen Am 30. Dezember 2020 verstarb Herbert Groethuysen im Alter von 99 Jahren. Mit ihm verlieren wir den letzten Architekten der Moderne, der München im Wiederaufbau der 1950er und 60er Jahre geprägt hat. Mit zwei Gebäuden machte er Furore. 1953–55 mit der Herz-Jesu-Kirche, Münchens erster Stahlbetonkirche, einem betörend schönen Bau von nüchterner Sinnlichkeit, den er gemeinsam mit Alexander Freiherr von Branca in der Buttermelcherstraße errichtete. Und 1963–70 mit dem spektakulären Redaktionsgebäude des Süddeutschen Verlags am Färbergraben, das er zusammen mit Detlef Schreiber und Gernot Sachsse entworfen hatte und das mit der kühlen Eleganz seiner dunkel eloxierten Fassade in bester Nachfolge von Ludwig Mies van der Rohe einen gravitätischen Ruhepol innerhalb des heterogenen Münchner Altstadtumfelds bildete. In seiner Präzision und Wirkung war das „Schwarze Haus“ allenfalls vergleichbar mit einem Florentiner Renaissancepalast – ein architektonisches Kunstwerk von europäischem Rang, außen wie innen bis ins letzte Detail perfekt gestaltet. Dennoch wurde es 2009 trotz internationaler Proteste abgerissen. Herbert Groethuysen arbeitete immer wieder in unterschiedlichen…

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